Die Wahl um den SPD-Bundesvorsitz geht wie erwartet in eine zweite Runde. Wie sich schon in den 23 Regionalkonferenzen und der begleitenden Berichterstattung sowie den Diskussionen in den sozialen Medien abgezeichnet hat, konnte kein Kandidatenduo eine absolute Mehrheit auf sich vereinen. Das unerwartet knappe Ergebnis zeigt vielmehr, wie breit wir als Partei inhaltlich aufgestellt sind. Es zeigt aber auch, dass wir viele meinungsstarke Menschen in der Partei haben, denen wir eine Führungsrolle zutrauen.

Mit Petra Köpping und Boris Pistorius hat es das Team mit sächsischer Beteiligung leider nicht in die Stichwahl geschafft. Trotzdem gebührt den beiden Anerkennung für Ihre Leistung und Dank dafür, dass sie wichtige Impulse, gerade in Bezug auf ostdeutsche Themen, in die Wahl um den Parteivorsitz eingebracht haben.

Mit Klara Geywitz und Olaf Scholz sowie Norbert Walter-Borjans und Saskia Esken stehen in der Stichwahl nun zwei Kandidatenpaare aus unterschiedlichen Strömungen der Partei zur Auswahl. Für wen man sich im Endeffekt entscheidet, ist die Sache jedes einzelnen Mitglieds. Die Entscheidung der Partei nach der Wahl anzuerkennen, sich hinter dem neuen Vorsitz zu versammeln und gemeinsam für unsere Partei und unser Land zu arbeiten, ist aber die Aufgabe aller SPD-Mitglieder.

Wir dürfen die Fehler der Vergangenheit nicht wiederholen.

Als Partei hat uns schon immer ausgezeichnet, dass wir unterschiedliche Strömungen miteinander verbinden konnten. Dies ohne Streit zu schaffen, muss wieder unsere Stärke werden – unabhängig ob man sich in der Partei progressiv, pragmatisch oder konservativ verortet, ob man zur AG 60+ oder den Jusos gehört. Wenn das gelingt, wird die Wahl um den SPD Vorsitz ein Erfolg werden – ganz unabhängig vom Ergebnis.

Redaktion

Navigation