Unhaltbar – Skandal bei der Bundeswehr

Ein rechtsextremer Soldat der Bundeswehr, der möglicherweise einen Terroranschlag geplant hat, um ihn Flüchtlingen in die Schuhe zu schieben, und sich zu diesem Zweck als syrischer Flüchtling registrieren ließ, obwohl er nur gebrochen Arabisch spricht; mit Vorgesetzten, die es durchgehen ließen, dass er eine rassistische Hetzschrift als Prüfungsarbeit vorlegte: Es sind diese Momente, in denen man sich fragt, ob Deutschland manchmal das Haus ist, das Verrückte macht.

Ich werde an dieser Stelle nicht den Ermittlungen mit voreiligen Mutmaßungen vorgreifen. Aber schon der bereits bekannte Sachverhalt zeigt deutlich, dass es in Teilen, wiederhole: in Teilen der Bundeswehr eine gelinde gesagt mangelnde Sensibilität dafür gibt, wann man bei rechtsextremen Tendenzen schnell, hart, entschieden und dabei transparent handeln muss. Und es drängt sich tatsächlich der Eindruck auf, dass man es bis in höchste Kreise bisweilen mit den Grundsätzen der Inneren Führung nicht besonders genau nimmt, von Treue zur grundgesetzlichen Werteordnung ganz zu schweigen. Das, liebe Genossinnen und Genossen, ist brandgefährlich. Denn einen Korpsgeist nach eigenen Regeln und mit anderen Werten darf es in den Streitkräften nicht geben. Das hatten wir schon zur Genüge.

Bild: G. Czekalla

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