Auf dem Eisenbahnverkehrsmarkt geht es weiter aufwärts

Im Ausschuss für Wirtschaft und Energie habe ich in dieser Woche den Tätigkeitsbericht 2015 der Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen für den Bereich Eisenbahnen vorgestellt. Das mag sich auf den ersten Blick dröge anhören, es ist aber das genaue Gegenteil, die Entwicklungen auf dem Eisenbahnmarkt sind nämlich äußerst spannend: Der Gesamtumsatz des Eisenbahnverkehrsmarktes hat sich von 2010-2014 um satte 11% (auf 19 Mrd. €) gesteigert. Der Anteil der Wettbewerber der Deutschen Bahn am Umsatz hat sich dabei im Vergleich zu 2013 von 18 auf 19% gesteigert (und dass der Anteil der Wettbewerber der Deutschen Bahn mittlerweile fast 20% beträgt, mag den einen oder anderen auch überraschen).

Tatsächlich zeigt der Wettbewerb auf dem Eisenbahnverkehrsmarkt positive Effekte, z.B. ist die DB (entgegen manchem Eindruck in der Öffentlichkeit) deutlich pünktlicher geworden. Ganz unkritisch sollte man allerdings die Einschätzungen der Bundesregierung zur Arbeit der Bundesnetzagentur und zum Wettbewerb auf dem Eisenbahnverkehrsmarkt nicht lesen: Man kann sehr wohl Tendenzen zum Verdrängungswettbewerb sehen, was im Endeffekt schlecht für die Qualität der den Reisenden gebotenen Leistungen und nicht zuletzt für die Arbeitsbedingungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Eisenbahnverkehrsunternehmen ist. Als SPD aber reden wir nie Wettbewerb um jeden Preis das Wort, denn die Marktkräfte sollen sich positiv für die Verbraucherinnen und Verbraucher auswirken.

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