Wahlen in Frankreich – Europa in Bewegung

Mit der Wahl Emmanuel Macrons zum Präsidenten hat sich die Mehrheit der Französinnen und Franzosen gegen den rechtsextremen Front National und für eine Zukunft Frankreichs in der Europäischen Union entschieden. Europa kann also kurz aufatmen – und muss aber dann noch enger zusammenrücken, um die anstehenden Herausforderungen zeitnah zu bewältigen, wie etwa das drängende Problem einer Konsolidierung der europäischen Wirtschaft: Neben der gemeinschaftlichen Ausarbeitung einer europäischen Haushalts- und Steuerpolitik sind dafür (gerade von deutscher Seite!) höhere Investitionen in die Eurozone nötig. Ohne eine starke deutsch-französische Freundschaft und vertrauensvolle Zusammenarbeit wird keines dieser Ziele umsetzbar sein. Die wenig freundschaftlichen, dafür aber mit strengen Forderungen verbundenen „Glückwünsche“ der CDU/CSU an den Wahlsieger Macron waren nicht nur deswegen vollkommen unpassend. Macrons Präsidentschaft bedeutet eine neue Chance, das Fundament der EU zu stärken und zu verbessern. Sie kann nur dann Erfolg haben, wenn auch Deutschland sich dafür entscheidet, mehr Europa zu wagen.

(Bild: James Petts, London, England)

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