Am Rande notiert: Der Reinigungsdienst

Manchmal ist man von der Antwort auf eine Frage überrascht, obwohl man sie schon zu kennen glaubte. So ging es auch mir, als ich erfuhr, dass über 500 Reinigungskräfte im Bundestag für Sauberkeit und Ordnung sorgen. So unauffällig, wie das täglich passiert, hätte der ein oder andere Verschwörungstheoretiker bestimmt seine helle Freude daran, abenteuerliche Erklärungen für die mysteriöse nächtliche Reinigung im Bundestag herbeizufantasieren.

Tatsächlich steckt aber etwas sehr viel Eindrucksvolleres dahinter, wofür man einfach mal „Danke“ sagen muss: Gute Organisation und viel Arbeit. Denn dafür, dass die Büroräume in allen Liegenschaften des Bundestags bis um 8 Uhr gereinigt sind, beginnen die hauseigenen und externen Reinigungskräfte jeden Tag um 5 Uhr morgens mit der Arbeit. Alleine in den drei größten Gebäudekomplexen des Bundestags sind das über 3.375 Büros. Dazu kommen noch Sitzungssäle, Toiletten, Treppen und Flure… und schließlich ist der weitläufige Bundestag mit über 113 500 m² kein besonders kompaktes Gebäude! Deshalb arbeiten die Reinigungsdienste nicht nur morgens, sondern auch in der Spätschicht von 12.00-20.00 Uhr. Zusätzlich zu den alltäglichen Arbeiten stehen die Reinigungskräfte übrigens auch zu ad-hoc-Reinigungen bereit, wenn etwa ein nervöser Griff nach dem ohnehin schon verwegen positionierten Kaffeebecher danebengehen sollte.

Nicht nur für die Erledigung dieses wirklich außergewöhnlichen Arbeitspensums, sondern auch für die Sorgfalt und Geduld, die dabei aufgebracht wird, ein besonders herzliches „Dankeschön“!

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