Wir haben in Deuschland zum Glück keine us-amerikanischen Verhältnisse. Waffen dürfen in Deutschland nur diejenigen besitzen, die dafür einen wichtigen Grund haben. Das ist absolut richtig. Richtig ist aber auch, dass dieser Waffenbesitz strikt und stringent kontrolliert werden muss – das zeigen uns nicht zuletzt die Vorgänge in den vergangenen Wochen – ein Rechtsradikaler nutzte seine Sportwaffen für einen 9-fachen Mord aus rassistischen Motiven in Hanau, ein 26 Jähriger richtet 6 Mitglieder seiner Familie in Roth am See hin.

2019 waren immerhin ca.5,4 Millionen meldepflichtige Waffen oder Waffenteile im Nationalen Waffenregister registriert; eine Millionen Bürger, darunter Jäger, Sportschützen und Sammler, besitzen mindestens eine legale Waffe. All diese Menschen sollen keinesfalls unter generalverdacht gestellt werden, aber strikte Kontrolle ist hier nun mal von Nöten.

Wenn dann – wie im Dezember 2019 – eine Novelle des Waffenrechts stärkere Pflichten einführt, kommt oft das Argument, dass es in Deutschland mindestens 20 Millionen illegal im Umlauf befindliche Waffen geben soll und diese doch bitte zuerst aus dem Umlauf geholt werden sollen. Dieses Argument geht an der Sache vorbei. Jede Waffe ist gefährlich, vor allem, wenn diese in falsche Hände gerät. Die Morde von Hanau und auch von Roth machen das nur zu deutlich. Waffenbesitz gehört streng kontrolliert und das muss man als Besitzer legaler Waffen, egal ob Jäger oder Sportschütze, auch aushalten.

Der erschreckend hohe Waffenbesitz unter Verschwörungstheoretikern, Reichsbürgern und Rechtsextremen muss schnellstens eingedämmt werden. Wenn festgestellt wird, dass ein offensichtlich rassistisch und/oder antidemokratisch eingestellter Bürger meldepflichtige Waffen besitzt, müssen die Behörden in Zukunft noch enger zusammenarbeiten, um diese Personen schnell zu identifizieren und angemessen, nämlich mit einem strikten Waffenbesitzverbot, reagieren zu können.

Redaktion

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