Persönliches Statement zur Situation beim Chemnitzer FC:

Fassungslos und auch persönlich tief enttäuscht musste ich die Information zur finanziellen Lage des Chemnitzer FC zur Kenntnis nehmen. Jetzt sind wir als Stadträtinnen und Stadträte gefragt – wir müssen sehr genau überlegen, abwägen, was jetzt erforderlich ist.

Mit einem einfachen „Ja“ zur Beschlussvorlage und damit zu einer finanziellen Hilfe durch die Stadt in Höhe von 1,26 Millionen Euro ist es definitiv nicht getan. Nein, hier muss uns der CFC schon einige Fragen detailliert beantworten und die Karten offen und komplett auf den Tisch legen:

  • Wie ist das Defizit entstanden?
  • Wie hoch ist das gesamte Defizit?
  • Wie will der CFC in Zukunft dauerhaft sicherstellen, dass Defizite verhindert werden und Einnahmen und Ausgaben ausgeglichen sind?

Und man wird auch fragen müssen und fragen dürfen:

  • Wer trägt für diese Situation die Verantwortung?
  • Welche Art Aufsicht hat eigentlich der Aufsichtsrat wahrgenommen?
  • Welche Konsequenzen, strukturell und personell, werden aus diesem Desaster gezogen?

Solange diese und andere Fragen nicht beantwortet werden, wird aus meiner Sicht kein städtischer Euro in Richtung Chemnitzer FC fließen, fließen können und dürfen. Auch, weil absolut sichergestellt werden muss, dass uns ein ähnlicher Hilferuf nicht in absehbarer Zeit erneut erreicht.

Hilfe für den CFC aus meiner Sicht ja – aber Hilfe der Stadt, aus Steuergeldern, kann es nur geben, wenn die notwendigen Gegenleistungen auch erbracht werden und sichergestellt ist, dass sich ein derartiges Desaster nicht wiederholt.

Soweit mein Statement zur Situation beim Chemnitzer FC. Mehr Dazu:

FREIE PRESSE: Einstellung des Profispielbetreibs droht

(Beitragsbild oben: Das neue Stadion aus der Vogelperspektive Stand: 10.10.2013; Fotograf: BAM Sports GmbH / AGN Architekten)

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