Die Bahn ist Infrastrukturträger der Zukunft, das machen die Debatten der letzten Monate zur Bewältigung des Klimawandels deutlich. Die Vorteile sind offensichtlich: als schnelles und potenziell klimaneutrales Massenverkehrsmittel kann die Bahn das Rückgrat der Verkehrswende im Personen- und Güterverkehr sein.

Dafür braucht es aber die entsprechenden Voraussetzungen. Diese müssen auch organisatorisch unterlegt sein. Erstmals haben sich nun führende Unionspolitiker hinsichtlich einer Abkehr von der Rechtsform der AG und einer neuen Bahnreform geäußert – so etwa Unionsfraktionsvize Ulrich Lange in der Augsburger Allgemeinen.

Hierfür erfährt Lange Unterstützung von SPD-Verkehrspolitiker Detlef Müller aus Chemnitz. Bereits im Juni 2019 hat Müller in einer Rede im Deutschen Bundestag eine Konzentration der Bahn auf ihr Kerngeschäft gefordert. „Es kann nicht sein, dass die Bahn 579 Tochterunternehmen im In- und Ausland führt und gleichzeitig Probleme mit ihrem Brot- und Buttergeschäft hat. Die Bahnreform vor 25 Jahren war ein Erfolg, jetzt brauchen wir aber eine Bahnreform 2, die das Unternehmen im Kerngeschäft stärkt und auf die Bereiche Netz und Betrieb fokussiert. Ich freue mich, dass dies in der Union nun auch so gesehen wird“, erklärt Müller und bietet der CDU/CSU seine Unterstützung an. Vorbild dafür könnten, so Müller, die schlanken Hierarchien bei den DB Regio-Netzen sein.

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