SPD erneuern: Wo wollen wir hin?

Seien wir mal ehrlich, wir als SPD definieren uns mittlerweile nur noch im Negativen: Wie die CDU, nur sozialer und nicht so konservativ. Wie die Grünen, nur beim Thema Öko nicht so konsequent und allgemein nicht so anstrengend. Wie die LINKE, nur pragmatischer, ohne marxistischen Sozialismus und ohne DDR-Verklärung. Gar nicht wie die AfD. Und auch nicht wie die FDP, weil man da sowieso nicht so richtig weiß, wofür die eigentlich stehen.

Sprich: Es gibt es keine warme, wohlige Vorstellung mehr davon, wie die sozialdemokratische Welt denn aussehen soll. Ein bisschen Beitragssenkung hier, sozialer Wohnungsbau dort, und Schlagworte wie „gute Arbeit, gute Rente“ helfen da auch nicht weiter.

Was wir also brauchen, sind idealerweise wirklich neue Zukunftsbilder, aber zumindest eine Erzählung, was das positive Lebensgefühl der Sozialdemokratie ist. Dabei geht es nicht um technische Forderungen, es geht nicht um die 30-Stunden-Woche, nicht um Beitragsparität und schon gar nicht um die vergebliche Wiederbelebung sozialdemokratischer Geschichte. Willy Brandt ist tot, die paradiesischen Zeiten hoher NRW-SPD-Wahlergebnisse sind vorbei, und die Mauer ist mit der Hilfe aufrechter ostdeutscher Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten auch schon lange gefallen. Wir brauchen neue Erzählungen, neue Zukunftsbilder, mit denen wir Herz und Verstand potentieller Wählerinnen und Wähler ansprechen können.

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