SPD erneuern – aber wie? (Teil 1)

„SPD erneuern“ ist der Auftrag der Stunde. Es geht aber mittlerweile wohl vielen so wie mir: Ich kann es nicht mehr hören. Warum? Weil die Vorschläge dazu oft nicht über „Die SPD muss digitaler werden“ oder „Wir müssen die Sorgen der Menschen ernst nehmen“ hinausreichen. Wichtig ist mir die Feststellung, dass wir allein durch Änderung der SPD-Statuten weder Wählerstimmen gewinnen noch die Probleme auch nur eines einzigen Bürgers lösen. Wir müssen dringend unsere Echokammer verlassen und Politik für echte Menschen machen.

Wenn wir aber über das Verfahren des Erneuerungsprozesses sprechen, so bin ich davon überzeugt, dass die wesentlichen Träger die Ortsvereine sein müssen – nicht irgendwelche Debattencamps, nicht Facebook-Foren und schon gar nicht Parteivorstände. Die Basis vor Ort schätzt meist sehr realistisch ein, was tatsächlich die Probleme im Sprengel sind und welcher Maßnahmen es bedarf.

Ich bin nämlich (um einmal eine ketzerische Ansicht zu äußern) überzeugt, dass die SPD nicht zwingend digitaler, sondern geradezu analoger werden muss. Digitale Mitwirkungsmöglichkeiten gerade für junge Leute sind gut – am Ende des Tages brauchen wir die jungen Leute aber am Tisch zusammen mit den alten, auf der Straße, an den Türen, an den Wahlständen, in den Vereinen, im direkten Gespräch mit den Bürgerinnen und Bürgern.

In den nächsten Wochen und Monaten werde ich u.a. an dieser Stelle konkrete Vorschläge in die Debatte geben, was für mich Erneuerung bedeuten könnte.

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