SPD erneuern: weg mit den Mythen!

Wenn wir als SPD wieder optimistisch in die Zukunft blicken wollen, dann müssen wir uns von einigen hartnäckigen Mythen und Vorstellungen lösen (Aufzählung nur beispielhaft, aber fortsetzbar):

Die SPD ist schon seit Jahrzehnten keine Arbeiterpartei mehr. Die Arbeitermilieus, die z.B. noch im Nordrhein-Westfalen der 1960er Jahre der SPD zur Blüte verholfen haben, gibt es nicht mehr. Die SPD wird auch auf absehbare Zeit keine Arbeiterpartei mehr werden; wir müssen aber immer die „Partei der Arbeit“ sein. Trotzdem brauchen wir definitiv mehr „einfache“ Angestellte, Arbeiterinnen und Arbeiter in den Führungsgremien unserer Partei.

Hören wir auf, uns ständig (in der „Ostpolitik“ oder sonstwo) auf die Zeit von Willy Brandt zu berufen. Die Zeiten sind vorbei; in der heterogenen Gesellschaft von 2018 kann es keine Wahlergebnisse von 45,8 % für die SPD mehr geben. Auch ist die Sowjetunion als Objekt Brandt’scher Ostpolitik mit dem heutigen Russland nur bedingt vergleichbar. Auch ich möchte, dass wir zu Russland gute Beziehungen pflegen. Aber es gilt eben auch wachsam zu sein, wenn sich Russland in Wahlen einmischt oder sich die baltischen Staaten vor russischen Drohgebärden fürchten.

Und: Wir müssen uns klar darüber sein, dass unsere Wählerschaft sehr oft wenn nicht konservativer, so doch „bewahrender“ eingestellt ist als es die Haltung in der Partei ist. Das ist wichtig zu wissen, wenn wir unsere Zielgruppe bei progressiven Ideen und Vorhaben mitnehmen wollen.

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