Diskussion über Glyphosat

Aktuell wird im Deutschen Bundestag die Verwendung des Pflanzenschutzmittels Glyphosat diskutiert. Seit einigen Jahren warnen Ärzte, Wissenschaftler, Umwelt- und Verbraucherverbände vor den gesundheitlichen und ökologischen Folgen des übermäßigen Einsatzes desPflanzenschutzmittels. Im Sommer 2016 wird die EU-Kommission entscheiden, ob das Herbizid für weitere zehn Jahre zugelassen wird.

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) zog im November 2015 folgende Schlussfolgerungen: „Die Substanz ist wahrscheinlich nicht genotoxisch (d.h. DNA schädigend) oder stellt eine krebserregende Bedrohung für den Menschen dar. Es wird nicht empfohlen, Glyphosat als karzinogen gemäß der EU-Verordnung über die Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von chemischen Stoffen einzustufen.“ Damit ist eine europaweite erneute Zulassung des Wirkstoffes Glyphosat im Sommer 2016 ziemlich wahrscheinlich.

Zum Schutz von Verbrauchern und Kindern setzt sich die SPD-Bundestagsfraktion für ein Verbot der Anwendung von Glyphosat im Bereich von Haus- und Kleingärten sowie im kommunalen Bereich ein, außerdem für eine schrittweise Reduzierung der Anwendung von Glyphosat in der Landwirtschaft.

Im Rahmen einer namentlichen Abstimmung über einen Antrag von Bündnis 90/Die Grünen am 25.02.2016, nach dem die Verwendung von Glyphosat verboten werden soll, bis das Mittel besser erforscht ist, habe ich mich aber enthalten: Ich halte eine Verwendung für fahrlässig, solange es noch Unklarheiten über die Risiken gibt. In Chemnitz auf kommunaler Ebene ist die Verwendung bereits verboten.

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