Die Bahn rollt – gerade in Zeiten von Corona.

Wenn von der Zukunft des Verkehrs die Rede ist, denken viele schnell an E-Autos – vorzugsweise einer amerikanischen Firma, die bald in Brandenburg gebaut werden sollen. Wer meine Beiträge aber verfolgt, liest oft von der Bahn. Auch nach fast 200 Jahren auf deutschen Schienen ist und bleibt sie das Verkehrsmittel der Gegenwart und Zukunft.

Wie wichtig und zukunftsfähig die Bahn ist, zeigt sich dabei gerade jetzt. Wo Raststätten an Autobahnen schließen und der relativ personalintensive Güterverkehr auf der Straße und in der Luft massiv eingeschränkt ist, spielt die Bahn ihre Stärken aus. Sie ist schnell, flexibel und sicher.
Vor den Osterfeiertagen wurde über ein Tochterunternehmen der Bahn kurzfristig die Versorgung Süddeutschlands mit Nudeln aus Italien gesichert. Während der Flugverkehr zwischen Asien und Europa weitestgehend eingestellt wurde, rollen ab der nächsten Woche Güterzüge mit medizinischer Schutzausrüstung aus China bis nach Deutschland. Auch im Personenverkehr ist die gute alte Bahn das Verkehrsmittel der Stunde.

Bei einbrechenden Fahrgastzahlen stellen privatwirtschaftliche Verkehrsunternehmen, vom Fernbus bis zum Flugzeug, ihre Dienste ein. Die Bahn jedoch fährt weiter. Über Ostern 2020 zählte die Deutsche Bahn im Fernverkehr 300.000 Fahrgäste wo sonst 1,5 Millionen Menschen unterwegs sind. Im vollen Netz und mit Pünktlichkeitswerten von nahezu 98 Prozent. Gleiches gilt für den Schienenpersonennahverkehr. Dabei transportiert die Bahn vor allem Waren und Personen die systemrelevant sind.

Dass die Bahn auch bei einer Auslastung von nur 15 Prozent fahren kann, liegt daran, dass sie ein bundeseigenes Unternehmen ist, das auch dem Gemeinwohl und nicht nur dem „Shareholdervalue“ verpflichtet ist.

Wenn es das nächste Mal um die Finanzierung der Deutschen Bahn und ihrer Weiterentwicklung geht, sollten wir das immer im Hinterkopf behalten.

Zum Abschluss bleibt nur noch Eines zu sagen: Herzlichen Dank den Angestellten der Bahn für Ihre Arbeit in der Krise.