Bürger, wo seid Ihr?

Nach den erschreckenden Ereignissen in Chemnitz bleiben Bilder, die noch lange nachwirken werden. Zum Beispiel das von tausenden Rechtsextremen, denen eine deutlich geringere Zahl an Gegendemonstranten gegenüber stand. Es bleibt aber eine Frage: Wo waren die übrigen? Wo waren die Chemnitzerinnen und Chemnitzer, als Neonazis und Hooligans aufmarschierten? Wo waren sie, als in ihrer Stadt Menschen gejagt wurden? Wo war die zivilgesellschaftliche Mehrheit?

Denn wir dürfen nicht vergessen: Es bleibt die Mehrheit, die eben nicht am Sonntag- und Montagabend Steine warf, gewalttätige Auseinandersetzungen suchte, verfassungsfeindliche Parolen brüllte. Diese Mehrheit gilt es zu erreichen und bei der Aufgabe in die Pflicht zu nehmen, sich entschieden Rassismus, Gewalt und Selbstjustiz in den Weg zu stellen. Der Kampf gegen Rechtsextremismus kann und darf nicht als Aufgabe einiger weniger Politiker, Aktivisten und Engagierter gesehen werden. Zivilcourage ist eine Aufgabe für die gesamte Gesellschaft. Unsere Aufgabe muss sein, dieses Bewusstsein einer individuellen Verantwortung zu fördern und zu stärken. Deswegen: heraus, Ihr Bürgerinnen und Bürger, Ihr Ingenieure, Arbeiter, Bäcker und Zahnärzte! Holt Euch Eure Stadt zurück!

(Bild: Kolossos, Wikimedia Commons. CC BY-SA 3.0)

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