Klinikum Chemnitz: Krankenhausstrukturgesetz in der Diskussion

Das vom Gesundheitsministerium vorgelegte Krankenhausstrukturgesetz sorgt auch in der Chemnitzer und Zwickauer Region für große Bedenken. Befürchtet werden Schließungen ganzer Einrichtungen und Einsparmaßnahmen im Personalbereich.

Ziel des Gesetzes ist es, den Fehlentwicklungen der letzten Jahre zu begegnen, die Arbeitsbedingungen zu verbessern, sowie den beruflichen Belastungen gerade im nichtärztlichen Bereich durch ein Pflegestellenförderprogramm entgegenzuwirken. Das Krankenhausstrukturgesetz (KHSG) soll die finanziellen Rahmenbedingungen der Krankenhäuser dahingehend verbessern, dass diese ihrer Verantwortung gegenüber Patienten und Beschäftigten besser nachkommen können.

Um die möglichen Auswirkungen des Gesetzes auf die regionalen Einrichtungen zu diskutieren, besuchte Detlef Müller gestern gemeinsam mit der sächsischen Landtagsabgeordneten Susanne Schaper das Klinikum Chemnitz. Bereits in den letzten Wochen fanden in verschiedenen Einrichtungen der Region unter anderem im Heinrich-Braun-Klinikum in Zwickau Gespräche zum Thema Krankenhausstrukturgesetz statt.

Im Klinikum stellte der Vorsitzende der Geschäftsführung Dirk Balster gemeinsam mit Konrad Schuman (Pflegedirektion) und Prof. Dr. Johannes Schweizer (Chefarzt des Küchwaldkrankenhauses) die aktuellen Entwicklungen in des Krankenhauses vor. In der Diskussion wurde neben Punkten der Ausbildungsförderung auch das vom Bund angestrebte Pflegestellenförderprogramm besprochen. Vor allem wurde aber der hohe bürokratische Nachbereitungsaufwand bei der Patientenversorgung stark kritisiert. Dieser stellt das Personal und das Klinikum bereits jetzt vor enorme Herausforderungen.

„Die Situation der Krankenhäuser muss nachhaltig verbessert werden, damit künftig eine bessere pflegerische Versorgung in unserer Region gewährleistet ist. Deswegen beraten wir in Berlin über das Krankenhausstrukturgesetz. Die diesbezüglich geäußerten Bedenken werden gehört. Es ist mir besonders wichtig mit den Einrichtungen vor Ort ins Gespräch zu kommen. Die Standpunkte und Anregungen aus unserer Region mit in die Debatte in Berlin einzubringen, spielt beim Ausformulieren des Gesetzes eine wichtige Rolle.“ so Detlef Müller.

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