Einsame Entscheidung der Bahn – so nicht!

Gestern informierte die Deutsche Bahn zum dritten Mal über den geplanten Ausbau des Chemnitzer Bahnbogens. Die Mitglieder des Planungs-, Bau- und Umweltausschusses des Chemnitzer Stadtrates hatten am 23.6.2015 aufgrund der Unstimmigkeiten unter den Experten eine nochmalige, unabhängige Variantenprüfung gefordert.

Entgegen den Einlassungen der Deutschen Bahn in der Informationsveranstaltung haben sich aber die Grundlagen, nach denen sich eine Fachjury 2003 für einen Neubau des Viaduktes ausgesprochen hatte, entschieden geändert. Damals war aufgrund der technischen Möglichkeiten an einen Erhalt des Viadukts nicht zu denken. Der finanzielle Aufwand für die Rekonstruktionsmaßnahmen war im Gegensatz zu heute nicht abbildbar. Die Deutsche Bahn ignoriert diese Umstände und hält trotz des vehementen Widerspruchs seitens der Stadträte und der Bürgerschaft weiterhin an der von ihr entschiedenen Abrissvariante fest.

„Die Bahn macht es sich zu einfach. Anstatt mit der Bürgerschaft und den Stadträten nach Möglichkeiten zu suchen das Viadukt zu erhalten, hat sie die einsame Entscheidung getroffen den Abriss durchzusetzen. Diese Hinterzimmerpolitik á la ‚Stuttgart 21‘ ist nicht zu akzeptieren. Es stellt sich beim Chemnitztalviadukt weniger die finanzielle, sondern vielmehr die ideelle Kostenfrage. Die Stadt und die Bürgerschaft haben ein Recht auf ihre Kulturgeschichte.“, erklärt der Chemnitzer Bundestagsabgeordnete Detlef Müller.

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