Bananenrepublik mit Glyphosatbananen

Ein Skandal sondergleichen ist es, was sich Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) da beim Thema Glyphosat geleistet hat. Dass sein mit der Kanzlerin offenbar nicht abgestimmtes Handeln die möglichen Gespräche über eine Große Koalition schwer belastet, ist das eine, aber natürlich längst nicht der eigentliche Skandal. Der eigentliche Skandal ist, dass Christian Schmidt die Partikularinteressen bayerischer Großbauern kalt und berechnend über die Gesundheit von Millionen von Menschen stellt. Wenn Minister Schmidt eine Entscheidung von solcher Tragweite aber nicht einmal mit der Kanzlerin abstimmt, dann hat er seine Aufgabe grundlegend nicht verstanden und sollte unverzüglich entlassen werden.

Aber wir können uns noch auf andere Weise gegen das gefährliche Pflanzenschutzmittel schützen, und zwar schon auf der Ebene der Kommunen: Der Chemnitzer Stadtrat hat schon 2015 mit überwältigender Mehrheit einen Beschluss gefasst, dass die Stadt Chemnitz alle Möglichkeiten auszuschöpfen hat, um den Einsatz von Glyphosat im Stadtgebiet zu verhindern bzw. einzuschränken. Ein nächster Schritt könnte deswegen z.B. sein, in landwirtschaftlichen Pachtverträgen der Kommune den Einsatz von Glyphosat auszuschließen.

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