Am Rande notiert: Die Schlüsselstelle

Passiert man das erste Mal die Eingangskontrollen zu den Bundestagsgebäuden, versteht man schnell, weshalb es durchaus nützlich ist, sich nur mithilfe eines Lageplans in den Liegenschaften zu bewegen. Überall reihen sich Türen von Büros, Sitzungsräumen und sonstiger Räume aneinander, und spätestens nach 15 Minuten des Umherirrens fangen die Gänge an auf beängstigende Art und Weise gleich auszusehen…

Die Schlüsselstelle des Deutschen Bundestages im Jakob-Kaiser-Haus muss in diesem Labyrinth aber nicht nur den Überblick über alle Räume behalten, sondern auch kontrollieren, wer welchen Zugang zu welchen Gebäuden und Räumen erhält. Keine leichte Aufgabe bei ca. 1,5 Millionen (!) Schlüsseln, die insgesamt für ca. 30 Liegenschaften im Umlauf sind. Umso verblüffender erscheint es deswegen, dass lediglich drei Mitarbeiter in der Schlüsselstelle arbeiten. Sie notieren den Eingang und Ausgang von Schlüsseln, sorgen dafür, dass die ca. 7.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Zugang zur ihren Arbeitsplätzen erhalten und helfen auch, wenn einmal ein Schlüssel verloren gehen sollte. Auch dann, wenn es im wahrsten Sinne des Wortes mal klemmt, stehen die Mitarbeiter der Schlüsselstelle täglich bereit und können bei Montage und Demontage von Schließzylindern helfen. (Notiz für mich selbst: an dieser Stelle auf den „Schlüsselposition“-Kalauer verzichten.)

Für diese verantwortungsvolle Arbeit möchte ich heute den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Schlüsselstelle ganz herzlich „Danke“ sagen – und hoffe, dass ich mich auch in Zukunft nie bei ihnen melden muss, um einen verlorenen Schlüssel zu beichten.

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