Der betriebsärztliche Dienst des Deutschen Bundestages

Auch Politiker werden mal krank. „Skandal!!“ wird da jetzt die AfD Sachsen schreien, „jetzt schröpfen die da oben auch noch unsere Krankenkassen!!“ Aber manchmal helfen eben auch die stärksten Pillen nicht.

Der Deutsche Bundestag ist ein großer, weitläufiger Betrieb, weshalb es natürlich auch einen betriebsärztlichen Dienst gibt, der für die Abgeordneten und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter „Parlamentsarzt“ heißt. Parlamentsärztin ist Frau Dr. Barbara Vonneguth-Günther, die nicht nur in Notfällen zügige und freundliche Hilfe leistet. Neben der Ersten Hilfe werden hier u.a. reisemedizinische Beratungen und Impfungen, EKG sowie Laboruntersuchungen durchgeführt. Zuständig ist sie auch für die medizinische Betreuung der vielen  Besuchergruppen, die vor allem in den Sitzungswochen in Berlin zu Gast sind.

Wenn also ein Abgeordneter durch die Gänge des Reichstagsgebäudes schleicht und sich ein Pflaster an den Arm drückt, dann kommt er womöglich nicht von besonders handfest ausgetragenen Haushaltsverhandlungen, sondern von der Grippeimpfung bei Frau Dr. Vonnegut-Günther.

Aus eigener Erfahrung kann ich aber sagen, dass parlaments- und politiktypische Erkrankungen und Leiden am besten mit Hausmitteln geheilt werden: Krügerol, wenn man bei der Plenarrede mal wieder zu sehr gebellt hat; ein gutes Glas Wein mit der Partnerin, wenn die Bürgerbriefe mal wieder gar zu garstig waren; und ein politikfremder Freundeskreis, wenn man sich von missgünstigen Parteifreunden erholen muss.

Übrigens sehr beachtlich: Der betriebsärztliche Dienst des Deutschen Bundestages ist in den Sitzungswochen von Mo-Fr. ab 8.00 Uhr bis Sitzungsende, bzw. bis zum Ende der Gremien besetzt – und das kann lange dauern, manchmal bis spät in die Nacht.

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