Am Rande notiert: Das Unterirdische Erschließungssystem

Hier ist wieder einmal etwas für Freunde und Förderer der deutschen Sprache: Tunnel im Deutschen Bundestag heißen ja nicht Tunnel, sondern „Unterirdisches Erschließungssystem“. Klingt komisch, ist aber so (Christoph, in: „Die Sendung mit der Maus“). Alle Liegenschaften des Deutschen Bundestages sind mittels des Unterirdischen Erschließungssystems (a.k.a. UES) verbunden, so dass man trockenen Fußes von der äußersten Liegenschaft Unter den Linden bis ganz ins Plenum wandern kann. Und eine Wanderung kann man das manchmal tatsächlich nennen: Von meinem Büro in der Wilhelmstraße 65 bis ins Plenum oder zu Sitzungen im Paul-Löbe-Haus bin ich schon mal eine Viertelstunde zu Fuß unterwegs, an hektischen Tagen kommen da gut und gern insgesamt 10 km im Haus zusammen. Tut mir ja aber gut, wenn ich sonst nicht zum Sport komme. Karl Lauterbach müsste mich dafür loben.
Im Bild: Der Tunnel zwischen Jakob-Kaiser- und Marie-Elisabeth-Lüders-Haus. Er sieht ein bisschen aus wie aus der Machtzentrale eines Bond-Bösewichts, führt aber direkt unter der Spree hindurch, weswegen er für den Notfall mit mächtigen Wasser-Schotten ausgestattet ist.

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